25.1.2008

Ringkampf mit einem Schwein? Hmmm...

Von Martin Kilian um 00:24 [ Charleston, South Carolina ]
Angesichts der absurden Länge und Intensität des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs ist nicht weiter erstaunlich, dass die Kandidaten ausgeprägte Animositäten entwickeln. Wahrscheinlich spriessen gelegentlich auch ausgesprochene Hassgefühle, sind die Konkurrenten beim Kampf um die Nominierung doch fleischgewordene Hindernisse für den Einzug ins Weisse Haus.

Und keineswegs hilft beim Zwischenmenschlichen, dass man sich inzwischen recht gut kennt. Mehr als 20 Mal teilten die Kandidaten des demokratischen wie des republikanischen Lagers die Bühne miteinander und debattierten vor Publikum und TV-Kameras. Bei diesen Palavern ist mittlerweile deutlich erkennbar, wer wen nicht ausstehen kann und wie gut oder wie schlecht die Gefühle zwischen den Konkurrenten sind. Zweifellos können sich Senator Obama und die Senatorin Clinton nicht ausstehen. Nicht erst seit der hitzigen Debatte am vergangenen Montag in South Carolina wissen wir, wie tiefsitzend die gegenseitige Abneigung ist,

Darüber können auch leichte Momente und kalkulierte Artigkeiten nicht hinwegtäuschen. Schon der auf dem Podium zur Schau getragene Gesichtsausdruck teilt uns mit, dass der eine den anderen am liebsten auf den Mond, nein: auf den Jupiter schiessen möchte, so es eingerichtet werden könnte. Deshalb wäre der Chronist zu gern heimlich zugegen, wenn Herr Obama oder Frau Clinton im kleinsten Kreise der Vertrauten über den Widersacher herziehen.

Bei den Republikanern konzentriert sich der Missmut fast exklusiv auf Mitt Romney, den sowohl Senator McCain als auch Ex-Gouverneur Mike Huckabee nicht ausstehen können. Romney pflegt den Habitus eines Strebers, der zudem mit seinem Geld nur so um sich wirft, während die anderen Kandidaten mühselig ihre Kassen auffrischen müssen. Auch war es Romney, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, der die Konkurrenten bereits vor den Parteiversammlungen in Iowa mit böser TV-Werbung bombardierte.

Was also sagt Senator McCain über Romney? «Man darf nie einen Ringkampf mit einem Schwein führen», sagt er. Denn«beide werden dabei schmutzig, das Schwein aber mag das». Romney ein Schwein? Aber Herr Senator! Kaum besser stehen die Dinge zwischen Pastor Huckabee und Romney, der es nicht einmal für nötig befand, dem Gottesmann aus Arkansas nach dessen Sieg in Iowa zu gratulieren. Huckabees Wahlkampfmanager Ed Rollins, ein politischer Streetfighter der Extraklasse, rotzt denn auch, er müsse sich «zügeln» bei einem Kerl wie Mitt, «dem ich die Zähne ausschlagen möchte».

Hier manifestiert sich nackte Aggression, weshalb nicht weiter verwunderlich wäre, wenn sogar Mordkomplotte die Fantasien der Kandidaten belebten. Und noch sind es über neun Monate bis zum Wahltag!


24.1.2008

Jorge Arbusto wird angeschwärzt…..

Von Martin Kilian um 00:50 [ Charleston, South Carolina ]
Charleston im Staat South Carolina! Welch eine schöne Stadt! Und so alt, nicht wahr! 1670! Gerade wollte ich ein besonders prächtiges Haus bestaunen, als das Handy klingelte. Eine vertraute Stimme. Er wolle sich bei seinem Lieblingsblogger ausheulen, sagte der Mann am anderen Telefon. Ich war erschlagen: El Presidente Jorge Arbusto sprach zu mir! Unsere Differenzen über Musik (er Country, ich Heavy Metal) hatten wir in liebevoller Kleinarbeit aus dem Weg geräumt, auch hatte er in letzter Zeit vor allem Doris Day gelauscht, deren traute Weisen ihn nach eigenem Bekunden die Kreditkrise vergessen liessen.


Ob ich schon gehört habe, ein neuer Report, wonach er, Jorge Arbusto, 259 Mal gelogen hätte. Wie bitte?, warf ich ein. Jawohl, er sei beschuldigt worden, 259 Mal nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Über den Irak. So heisse es in einer neuen Studie des Washingtoner Center for Public Integrity und des Fund for Independent Journalism. Insgesamt habe seine Regierung im Vorfeld des Krieges im Irak 935 Mal die Unwahrheit gesagt, werde dort behauptet. Arbusto schluchzte. Wenn Mutter Barbara davon erführe! Gewiss würde sie ihm den Mund mit Seife auswaschen!

Er zitierte nun aus dem abscheulichen Report: «Der kumulative Effekt dieser falschen Statements – verstärkt durch Tausende von Medienstorys – war massiv». Und: Die Unwahrheiten, so erfrechten sich diese Leute von diesem Center zu behaupten, seien «Teil einer orchestrierten Kampagne gewesen, um effektiv die öffentliche Meinung zu beeinflussen, und dieser Prozess hat die Nation unter falschen Vorwänden in einen Krieg geführt». Die redeten über die Massenvernichtungswaffen. Und über Saddams angebliche Verbindungen zu Al Qaida, flüsterte Arbusto.

Man habe sie doch gefunden, die Massenvernichtungswaffen, oder etwa nicht? Er habe darauf hingewiesen, schon 2003 habe er das gesagt. Und dem Aussenminister Colin Powell unterstelle dieser schweinische Report, 244 Mal die Unwahrheit gesagt zu haben. Das sei – und hier brach Jorge Arbustos Stimme - 15 Mal weniger als er! Wo Powell überhaupt stecke? Er habe ihn bei Kabinettsitzungen seit längerem nicht mehr gesehen! Er, Jorge Arbusto, brauche sich nichts vorzuwerfen, no Sir, denn Schuld trügen die Medien, die seine Andeutungen wie üblich falsch interpretiert und zudem gewaltig übertrieben hätten. Dazugedichtet hätten sie!

Wieder zitierte er aus dem Report: «Einige Journalisten, ja sogar ganze Medienorganisationen, haben seitdem eingestanden, dass ihre Berichterstattung in den Monaten vor Kriegsausbruch viel zu unterwürfig und unkritisch war». Na bitte, dafür sei nicht er verantwortlich, sagte Arbusto und krähte laut ins Telefon, ich solle erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren. Unkritisch und unterwürfig, jawohl, das seien wir Lohnschreiber! Kriecher und Schleimer! Und überhaupt: Die Medien trügen die Verantwortung, sie hätten ihn zum Einmarsch angestiftet! Und nun werde er als Lügner hingestellt!

Ich war platt, wagte indes nicht zu widersprechen. 259 Unwahrheiten? Das sind eine Menge! Sie haben amerikanische Steuerzahler bislang etwa eine halbe Billion Dollar gekostet. Aber wenigstens stehen die Dinge im Irak besser.

Im Übrigen ist diese Sache so verwirrend, dass ich mich jetzt erst mal beruhigen muss mit der absolut tollen neuen Scheibe (seit gestern erhältlich!) der Drive-By Truckers aus Athens, Georgia. Brighter Than Creation’s Dark – Southern Rock at its best!


23.1.2008

Huck begnadigte Keith! Jawohl, genau den!

Von Martin Kilian um 02:40 [ Charleston, South Carolina ]
Mike Huckabee, Bassgitarrist, bibelfester Baptistenpastor, ehemals Gouverneur von Arkansas und derzeit republikanischer Präsidentschaftskandidat, ist mal wieder pleite und hat Mitarbeiter entlassen müssen. Das kommt davon, wenn man nur Zweiter wird in South Carolina. Wenngleich dort der Jesus-Flügel der Partei extrem stark ist. Ebenfalls politisch erwischt hat es Fred Thompson, der gestern nach seinem enttäuschenden dritten Platz in South Carolina das Handtuch warf, l…a…n…g…s…a…m…….warf…..er…..das Handtuch, so wie Big Fred eben alles eher gemächlich anging. Bon voyage, Sir! Wir werden uns Ihrer Schlafwagenkandidatur noch lange mit Vergnügen erinnern!

Aber zurück zu Huck. So cool ist der Gottesmann, dass er als Gouverneur von Arkansas Keith Richards, jawohl, genau den, begnadigte. Richards und Axt-Genosse Ron Wood waren am 5. Juli 1975 mit einem Fan (weiblich?) und einem Leibwächter von Memphis, Tennessee, nach Dallas, Texas, gefahren. Weil ihr Automobil nahe Fordyce, Arkansas, ein wenig schleuderte, wurde das Quartett von einem Polizisten angehalten. Der roch Marihuana im Wagen und schleppte die Insassen zum Revier. Daraufhin bekannte sich Richards zu verkehrsgefährdendem Fahren und musste 162 Dollar und 50 Cents Strafe löhnen.

Der junge Mike Huckabee las darüber, und als die Stones im März 2006 in Little Rock, der Hauptstadt von Arkansas, auftraten, erwähnte Keith, dass er den Polizeichef von Fordyce gekannt habe. Nach dem Konzert ging Gouverneur Huckabee hinter die Bühne und sagte: «Keith, ich kann dich begnadigen und den Eintrag ins Strafregister tilgen». Nachdem Huckabee die dafür notwendigen Papiere selbst ausgefüllt hatte, erteilte die zuständige Behörde im Juli 2006 ihre Zustimmung – obschon der Gouverneur auf Richards’ Personalbogen Fragen nach Drogen und Vorstrafen nicht beantwortet hatte.

Später schwante Huckabee, eines Tages werde er womöglich sogar im Stande sein, Richards «eine Begnadigung von Gott zu verschaffen für all die Dinge, die er getan hat». Hmmmm….wer sich die Asche seines Vaters als Probier-Droge in die Nase gezogen hat, darf beim lieben Gott nicht auf Gnade hoffen. Oder doch?


05.12.2007

Garten mit Schusswaffe!

Von Martin Kilian um 15:01 [ Charleston, South Carolina ]
Südstaatliche Ästhetik ist von ganz und gar eigener Art. So erscheint etwa in Charleston das bei seiner Erstveröffentlichung im Frühjahr mit grossem publizistischem Getöse begrüsste Magazin «Garden and Gun». Nein, kein Witz, es handelt sich hierbei um ein vornehmes Lifestyle-Heft, das sich wie der Titel besagt mit Gärten und Knarren befasst – und eherne südstaatliche Traditonen damit gleich an zwei Fronten pflegen möchte.

Das Ding ist von durchaus vornehmem Zuschnitt und gibt vor, einen «Süden des 21. Jahrhunderts» zu repräsentieren. Unter anderem werden wertvolle Waffen und «Jagdmode» präsentiert. Mit Rednecks und verdeckten Schusswaffen in schummrigen Bars hat das Magazin nichts zu tun. Trotzdem haut einen der Titel um. «Garden and Gun»!


04.12.2007

Captain Beefheart gefällig?

Von Martin Kilian um 22:37 [ Charleston, South Carolina ]
Auch auf Reisen kreist das Radar. Und diesmal erschien darauf ein phänomenales Video von Captain Beefhearts «Ice Cream for Crow». Aufgenommen 1982. Und vom Musik-TV-Sender MTV damals als «zu merkwürdig» abgelehnt. Zu Recht landete das Video im Museum of Modern Art in New York. Sind Beefheart und die Band nicht grossartig? Und die Kunstwerke im Video stammen natürlich von Beefheart alias Don Van Vliet. Wunderbar!


Ahhh...


Sie und Ihre Bratwurst!

Von Martin Kilian um 05:04 [ Charleston, South Carolina ]
Gestern gab Karl Rove, der einstige Chefstratege von El Presidente, dem Demokraten Barack Obama in einem Gastkommentar in der Financial Times Tipps, wie er das Rennen um die Nominierung gegen Hillary Clinton gewinnen könne: Bei der ersten Ausscheidung im Mittweststaat Iowa müsse er unbedingt siegen, schrieb Rove.

Äh…..ja. Den Rat hätte ich Senator Obama auch erteilen können. Ohne dafür von der Financial Times bezahlt zu werden. Aber statt Obama zu helfen, werde ich heute Abend in Charleston ein sagenhaftes Fischrestaurant besuchen, Hyman’s, wo Meeresfrüchte so viel kosten wie im teueren Europa eine Wurst mit Fritten. Jawohl, billiger als eine Bratwurst mit Beilagen! «Amerika, du hast es besser als unser Kontinent», hiess es bei Goethe. Und zweifellos hatte er dabei Fischgerichte und Meeresfrüchte im Sinn.

Ein Dutzend Austern bei Hyman’s in Charleston? 9.95 Dollar, Baby! Macht weniger als sieben Euro oder zwölf Franken. Jakobsmuscheln, bis sich der Teller biegt? 13 Dollar 95! Lachsfilet mit Garnierung 11 Dollar 95! Und so weiter. Hyman's ist für seine Preise ebenso berühmt wie für seinen Dienst am Gast («Der Kunde hat immer Recht») und die Qualität der Viktualien. Ausserdem zieht es mich dorthin, weil neben Metallica und AC/DC auch Neil Young, Blind Melon, Steel Pulse, David Lee Roth und die Beach Boys bei Hyman’s futterten.

An die illustren Esser erinnern kleine Plaketten, die in die Tische eingelassen sind. Das Ambiente ist schlicht, das Essen reichhaltig (gemäss dem ur-amerikanischen Motto «Mehr ist Mehr»), und die Preise sind wie gesagt unschlagbar. Natürlich werde ich versuchen, den Tisch zu bekommen, an dem Angus Young speiste. So bin ich meinem Idol ganz nahe. Und esse Austern für 9 Dollar 95 das Dutzend. Da staunen Sie, was? Sie und Ihre Bratwurst mit Beilagen!


03.12.2007

Schwarz und weiss in South Carolina....

Von Martin Kilian um 14:37 [ Charleston, South Carolina ]
Offiziell finden im Südstaat South Carolina nach dem neuenglischen New Hampshire die zweiten innerparteilichen Vorwahlen der Demokraten und Republikaner statt. Aber leider leistet sich der Staat Michigan einfach so am 15. Januar eine Vorwahl – nur eine Woche nach New Hampshire und zwei Wochen vor South Carolina – , wofür die Demokraten dem unbotmässigen Staat zur Strafe alle Delegierten für den Präsidentschaftskonvent im kommenden Sommer in Denver im Staat Colorado abgesprochen haben. South Carolina erhielt die prominente Rolle, weil die Demokraten mehr Farbe ins Spiel bringen wollten, mehr schwarz genauer gesagt, da die ersten Entscheidungsstaaten Iowa und New Hampshire kaum Minderheiten vorweisen.

In South Carolina dagegen ist die Hälfte der demokratischen Vorwählerschaft afroamerikanisch, während es bei den Republikanern extrem weiss zugeht – einmal mehr ein Beleg für eine politische Polarisierung entlang der Hautfarben, wie sie nahezu im gesamten Süden zu finden ist. Seit Richard Nixons berühmter «Südstaaten-Strategie» 1972, als die Republikaner den demokratischen Süden aufzurollen begannen, ist die alte Könföderation eine republikanische Hochburg geworden: Eine weisse Mehrheit im Süden wählt republikanisch, Afroamerikaner und eine weisse Minderheit votieren demokratisch. South Carolina gilt als sehr konservativ und ist Heimat einer grossen Zahl von Evangelikalen und Fundamentalisten sowie Veteranen der amerikanischen Steitkräfte.

Seit Monaten bereisen die Präsidentschaftskandidaten regelmässig den Staat, ohne dass sich bislang auf beiden Seiten Favoriten herausgeschält hätten. Hillary Clinton liegt trotz des hohen afroamerikanischen Wähleranteils vor Barack Obama, entschieden aber ist in South Carolina noch nichts. Weshalb am kommenden Sonntag die Talkshow-Berühmtheit Oprah Winfrey in der Staatshauptstadt Columbia Wahlkampf für Obama machen und dabei versuchen wird, das schwarze South Carolina anzusprechen.

Bei den Republikanern kann nur siegen, wer es den konservativen Christen rechtmacht. Nicht nur ich wäre überrascht, wenn Rudy Giuliani mit seinem komplizierten Privatleben in South Carolina gewänne. Und wie in Iowa stösst Mike Huckabee, der ehemalige Gouverneur von Arkansas und bapstische Prediger, auch hier in die erste Riege vor. Siegte Huckabee in Iowa und South Carolina, könnte es mächtig interessant werden auf der republikanischen Seite.




Yo South.....!

Von Martin Kilian um 05:18 [ Charleston, South Carolina ]
Der Blogger ist stets auf dem Posten
Sonst droht das Handwerk einzurosten.
- Walt Whitman (1819-1892)

Verbringe ein paar Ferientage im amerikanischen Süden, doch ist man als Lohnschreiber leider immer gefordert, siehe Whitmans prophetische Warnung. Ah, der Süden, die alte konföderierte Separatistenregion: Dem progressiven Amerika hängt diese Hochburg des Konservatismus und Bastion der Republikaner wie ein Stein um den Hals, wo aber findet man ein besseres Barbecue? Wo ist Jesus überall und allenthalben? Wo wird noch immer Bier mit Salz getrunken? Und wessen Englisch ist das melodischste? Wo werden Erdnüsse gekocht statt geröstet? Wo sonst gibt es Landkreise, die mehrheitlich afroamerikanisch sind? Woher stammt nahezu alle amerikanische Musik – Blues, Gospel, Jazz, Bluegrass, Rock’n’Roll, Country? Und woher kommen Faulkner, Flannery O’Connor, Eudora Welty, Richard Wright, Tennessee Williams, Zora Neale Hurston? Bill Clinton und Jimmy Carter, Dr.King und B.B.King? Die Kings of Leon? R.E.M? Und wer mampft zum Frühstück Maisgrütze? Die Südstaatler und der Süden!

New York und San Francisco und L.A., der Südwesten, Neuengland und die Rockies mögen ja alle wunderbar sein. Der Süden aber ist meine Leiblingsregion, auch wenn er als aufstrebender Wirtschaftsplatz und dank immer neuer Zuzügler aus anderen Landesteilen seinen Charakter zu verlieren beginnt. Selbst Afoamerikaner, die vor dem südstaatlichen Rassismus flohen, kehren laut dem letzten Zensus zurück. Probleme zwischen den Rassen existieren noch immer. Aber die Dinge sind besser geworden, viel besser. In den kommenden Tagen dann und wann also ein Lebenszeichen aus dem Süden.